Freitag, 24. September 2010

einiges los...


Habari za Bunju:
Feuerwehrprojekt ist angelaufen und zwar garnicht schlecht!
Besser als ich gedacht hätte, die Jungs (ja, ich nenn sie immer so, irgendwie :D ) sind meist topmotiviert, es sind 6 Gruppen, wie beim Computerunterricht, also 6mal die Woche das gleiche erzählen, ist aber gut fürs Swahili.

Beim ersten Dienst war richtig was los, ein paar Lehrer haben auch mitgemacht und machen teilweise noch mit, manche kennen schon manches aus Hamburg, weil es ja jedes Jahr diesen Austausch gibt (Dgdg -> Hamburg ; JF Hamburg -> Dgdg) und helfen auch wirklich, andere haben sich gleich mal Tshirt, Hose und Stiefel (gibt leider nur wenig Stiefel, festes Schuhwerk hat nicht jeder und Flipflops sind auch nicht unbedingt UVV-konform) geschnappt...
Wir haben halt kurz besprochen, dass es verschiedene makundi (Gruppen) gibt, die verschiedene Aufgaben haben, und wo sie im Fahrzeug sitzen und antreten. Ist wichtig, weil es teilweise recht chaotisch abläuft und das bringt erstmal ein bisschen Ordnung rein, und ist leicht zu lernen. Danach C-Schlauchleitungen gelegt, war staubig, hat aber Spaß gemacht.
Vom zweiten Dienst hatte ich jetzt erst eine der 6 Gruppen, aber lief auch schon nicht so schlecht. Diesmal halt die Aufgaben der Gruppen bzw. Trupps. Hoffentlich wars nicht gleich zu viel. Aber ich wollte das halt jetzt schon gemacht haben, weil nächste Woche kommt ja die Jugendfeuerwehr Hamburg.
Vielleicht kurz was dazu... Den Austausch gibts jetzt, soweit ich weiß, seit 2005, dh. im Juli kommen Schüler vom Dogodogo Centre nach Hamburg, machen da Ausflüge, schauen sich Hamburg an und machen ne kleine Grundausbildung.
Die sind da natürlich total scharf drauf, und es dürfen auch nur die mit, die sich gut verhalten haben und so. Außerdem glaub ich, ist es auch echt gut, weil sie dann mal Europa gesehen haben und ein anderes oder realistischeres Bild davon haben und eben nach Tansania tragen und davon erzählen (eigentlich wie eins der Ziele von weltwärts, nur andersrum, also das Ziel, dass wir ein anderes Afrikabild nach Deutschland tragen). Also zB, dass nicht alle Weißen in Villen leben und jeder ein Hausmädchen hat.
Ja und der Gegenbesuch kommt dann im Oktober, also nächste Woche!
Was genau gemacht wird, und wo ich da überall dabei bin, weiß ich jetzt noch garnicht, werds dann aber erzählen, auf jeden Fall gibts Feuerwehrübungen, Zanzibar, glaub sogar Safari, aber wie gesagt, weißnicht wo ich da dabei bin.

Außerdem, auch echt gut, es gibt jetzt zwei Freiwillige der Berufsfeuerwehr von Dar, die einmal die Woche nach Bunju kommen und Theorieunterricht in Feuerwehrsachen geben, ist gut, weil Theorie hab ich mit meinem noch recht bescheidenen Swahili noch nicht so drauf, und weil das halt auch zeigt, dass die Feuerwehr aus Dar dahintersteht, außerdem machen die beiden Wazimamoto das echt gut, die erste Stunde gings um Brennen und Löschen, Brandklassen, was ein Feuer alles braucht und alles, wenn man weiß worums geht, kann mans bisschen verstehen...

Genug Feuerwehr.

Laura und Jakob sind da. In Mwanza ist ganzviel ganzschlechtes gelaufen. Am besten alles auf deren Blogs (Jakobs ist hier ja verlinkt) nachlesen, weiß es eben auch nur aus zweiter Hand.
Aber saucool, dass sie hier sind, auch wenn das wegen sowas ist.

Computerunterricht läuft ziemlich gut inzwischen.

Achja, die Multimediaclass hatte Prüfung, danach sind sie wie verrückt trommelnd übers Gelände gerannt, haben sich meine Kamera geliehen und mit allem und jedem ein Bild gemacht, hier das von uns.
Der Schein trügt, so brav waren die an dem Tag nicht die ganze Zeit ;) ...


Samstag, 11. September 2010

sikukuu...

Vorgesternnacht konnte man (anscheinend) den Mond sehen, das heißt Ramadan ist vorbei, die Muslime dürfen jetzt wieder tagsüber essen und deshalb wurde gestern „sikukuu“ gefeiert (auch von den Christen). Fritz, Teacher Tuli (Thurid war im Fernsehen, weil das TSE vorgestellt wurde, und mit den Namen haben dies hier ja nicht so...) und ich waren jeweils bei Freunden zum Essen eingeladen, haben nochmals andere Ecken von Dar gesehen und echt gut gegessen.

Der Computerunterricht läuft inzwischen ganz gut. Wir machen halt so die Standartsachen in Word, die Fortschritte sind total unterschiedlich, manche kriegens ganz gut hin, andere hatten wahrscheinlich noch nie eine Maus in der Hand. Weiß auch nicht wie gut meine Unterrichtsmethode ist, muss ich noch rausfinden, bisher ist es sowas wie learning-by-doing, wobei ich das doing einmal zeige, aber dann meistens jedem einzeln nochmal erklären muss, weiß nicht wieviel die Jungs dabei mitnehmen. Aber sie freuen sich immer, wenn sie in den Computerraum dürfen, das ist ja schonmal was.
Im Computerraum hab ich jetzt ein kleines Büro, wo lauter Sach lagert, auch viel Unterrichtsmaterialien und so, es gab schonmal einen Computerlehrer für eine Weile.

Das Feuerwehrprojekt wird kommende Woche anfangen. Zumindest wenn alles läuft, hier muss man meistens nochmal bisschen mehr Zeit einplanen. Montag wollen wir das Fahrzeug durchchecken (lassen).
Hab diese und letzte Woche mir nochmal den Lagerraum durchgeguckt wo die ganzen Geräte und alles lagert. (Das Fahrzeug ist leer, es steht ja im Freien).
Das ist total krass.
Was da alles rangeschafft wurde, ist echt der Hammer. Das meiste ist noch in Kisten verpackt vom Schiffstransport und wurde jetzt erst geöffnet, aber alles hab ich auch noch nicht gesehen, weil eben alles aufeinander und untereinander liegt:
Neben einem (buchstäblichen) Berg aus B- und C- Schläuchen, außerdem A-Saugschläuchen findet sich hier (die Liste ist garantiert unvollständig, irgendwann schreib ich mal alles auf): ein Generator, Stativ, Scheinwerfer, „hydraulisches Rettungsgerät“ also Motorpumpe, Schere und (mehrere!) Spreizer, alle erdenklichen wasserführenden und nichtwasserführenden Armaturen, also Saugkorb, Standrohr, Übergangsstücke, Verteiler, Sammelstücke, jede Menge Stützkrümmer und B- und C-Strahlrohre (DIN), Absprerrorgane, ein altes Schwerschaumrohr aus der ehemaligen DDR.
Außerdem eine Kiste voll Seilbeutel, eine Tragkraftspritze, Erste-Hilfe-Kästen (das meiste abgelaufen, aber gut zum Üben), Werkzeugkasten (allerdings mit kaum Inhalt).
Dann jede Menge Umzugskartons voll mit Klamotten, Feuerwehrjacken, T-Shirts, Helme und Stiefel, Handschuhe, Hemden, dann ein Riesensack voll Mitarbeiterklamotten von Real (warum auch immer) und ganzviel so Arbeitsklamotten, also wahrscheinlich alles was irgendwo nichtmehr gebraucht wurde.
Das Lager steckt auch voller Überraschungen, man entdeckt immer wieder neues, es gibt hier jede Menge so elektrischer Schlösser, wo man einen Code eingeben muss, ein altes, aber dem Anschein nach hochwertiges Mikroskop und ein besonderer luftdichtverschließbarer Behälter vom Bund, voll mit Geldbeuteln. Fragt nicht. Ich weiß es auch nicht was das hier macht, wahrscheinlich wurde alles was irgendwo nichtmehr gebraucht wurde in den Container geladen und jetzt ist es da. Ist echt krass! Ich mach mal noch Bilder.
Also Material ist da. Potential auch, die Jungs fragen andauernd wanns denn losgeht, außerdem ist höchste Zeit, weil im Oktober ja die Jugendfeuerwehr Hamburg kommt und da wollen wir ja schon ein bissle was können.
Außerdem war diese Woche George da, er ist bei der Berufsfeuerwehr in Dar und kann Englisch und hat mir die ganzen Feuerwehrbegriffe auf Swahili erklärt, meistens sind halt die Englischen Begriffe übernommen worden...

Ja, soweit. Ich halt euch aufm Laufenden. Bilder von dem ganzen Sach wollt ich auch noch machen. Haut rein!